„Forum Soziale Technikgestaltung“ auf der Tagung „LABOR.A 2022“ der Hans-Böckler-Stiftung

Seit mehreren Jahren führt das „Forum Soziale Technikgestaltung“ (FST) das Projekt „Der mitbestimmte Algorithmus“ durch. Seit rund einem Jahr fördert die Hans-Böckler-Stiftung das gemeinsame Projekt des Betriebsräte-Netzwerkes ZIMT, der IG Metall Heidelberg und des FST mit der Bezeichnung PROTIS-BIT. Das Kürzel steht für „PROaktive Transferierbare InnovationsStrategien von Betriebsräten zur Beschäftigungssicherung auf der Basis ,Intelligenter‘“ Technologien – Empirische Studie zu Entwicklungspotenzialen und Gestaltungskompetenzen von Betriebsräten“. Ergebnisse beider Vorhaben fließen in eine Veranstaltung am 21. September 2022 ein, zu der die Hans-Böckler-Stiftung mit Partnerinnen und Partnern einlädt: Die „LABOR.A 2022“.

Die diesjährige „LABOR.A“ trägt den Titel „Gute Arbeit in der Transformation.“ Die „LABOR.A“ findet zum Teil in Präsenz vor Ort in Berlin statt und zugleich online. In mehreren Plenumsrunden und in zahlreichen parallelen Foren (Sessions) werden aktuelle Praxis- und Forschungsergebnisse präsentiert. Zu den Hauptredenden gehören die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi und Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz.

„Wie können wir im Jahrzehnt der Transformation – angestoßen durch Klimawandel, Globalisierung, Digitalisierung und demografischen Wandel – Gute Arbeit bewahren und ausbauen? Wie kann der Umbau unserer Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensweise hin zu nachhaltigem Handeln gelingen? Um diese Fragen dreht sich in diesem Jahr die LABOR.A®, unsere Plattform zur ,Arbeit der Zukunft‘. Die LABOR.A® 2022 findet am 21. September im hybridem Format statt. Das Programm wird live auf labora.digital/2022 gestreamt.“ (Aus der Ankündigung der Veranstalterin)

Das „Forum Soziale Technikgestaltung“ ist Mitveranstalter der Session „Wer gestaltet die KI? Algorithmische Steuerung von Arbeit als Thema gesetzlicher, betriebsverfassungsrechtlicher aber auch privatwirtschaftlicher Regulierung“. Es sprechen Michael Bretschneider-Hagemes (Leiter des Sozialpartnerbüros der Arbeitnehmer in der Kommission Arbeitsschutz und Normung „KAN“), Welf Schröter (Leiter des „Forum Soziale Technikgestaltung“ beim DGB Baden-Württemberg) und Semih Yalcin (Gesamtbetriebsratsvorsitzender Takeaway Express GmbH „Lieferando“). Moderation: Jan-Paul Giertz, Institut für Mitbestimmung und Unternehmensführung (I.M.U.) der Hans-Böckler-Stiftung.

„Technik steuert Mensch. In vielen Arbeitsfeldern ist das keine Dystopie mehr, sondern Begleiterscheinung digitaler Ökonomie. Kann die Regulierung Schritt halten? Werden wir es zukünftig mit privaten Regelgebern zu tun haben? Und wie kann sich die Mitbestimmung gestaltend einmischen?“

Programmpartner: Institut für Mitbestimmung und Unternehmensführung in der Hans-Böckler-Stiftung (I.M.U.) / „Forum Soziale Technikgestaltung“. Eintritt frei. Anmeldung bei „LABOR.A“ erforderlich.

Pdf-Datei des Gesamtprogramms der „LABOR.A 2022“
Pdf-Datei zur Programmkurzübersicht mit Angaben zur Anmeldung
Pdf-Datei der Liste der Partnerinnen und Partner der „LABOR.A 2022“
Link zur Anmeldung: https://labora.digital/2022/anmeldung/
Link zur Liste der Partnerinnen und Partner der „LABOR.A 2022“: https://labora.digital/2022/partner-vorschau/
Link zur WebSite der LABOR.A und zum Streaming: www.labora.digital/2022 

 

Gesamtpersonalrat erreicht epochale Vereinbarung zur Gestaltung der Digitalisierung und der sogenannten „KI“

Nach mehrjähriger Vorarbeit ist es dem Gesamtpersonalrat der Landeshauptstadt Stuttgart (GPR LHS) gelungen, einen außergewöhnlichen und epochalen Erfolg auf dem Weg der mitbestimmten Gestaltung der Digitalisierung und der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“ („KI“) zu erringen. Unter der Leitung der GPR-Vorsitzenden Claudia Häussler und ihres GPR-Kollegen Chris Purz erreichte das Team des GPR die Durchsetzung einer Rahmendienstvereinbarung zur Digitalisierung und Informationstechnik. Der Erfolg wurde möglich durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem GPR LHS und dem „Forum Soziale Technikgestaltung“. Der Leiter des „Forum Soziale Technikgestaltung“, Welf Schröter, trug zur Vorbereitung bei und begleitete das Vorhaben als Berater des GPR. Die Rahmen-DV wurde im Mai 2022 unterschrieben. Zur DV in der Länge von 11 Seiten gehören rechtlich gleichgestellte acht Anlagen mit abermals zusammen 11 Seiten Umfang.

Ein besonderes Kennzeichen der Rahmen-DV sind die zahlreichen Innovationsimpulse, die auf Eigeninitiative der Beschäftigtenvertretung entstanden und die vom öffentlichen Arbeitgeber mitgetragen werden. Nachfolgend ist nach einer Vorbemerkung die Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte des epochalen Dokumentes zu lesen. Am Ende findet sich das 22-seitige Dokument als pdf-Datei, um damit Kolleginnen und Kollegen in anderen Kommunen aber auch in Industrie und Dienstleistung zum eigenaktiven Handeln zu ermutigen. Inzwischen wurde die Rahmen-DV für den „Deutschen Personalräte-Preis 2022“ nominiert.

Vorbemerkung zur Entstehung der DV 

Auf Eigeninitiative erarbeitete der GPR LHS den Entwurf einer Rahmendienstvereinbarung zur Gestaltung der digitalen Transformation der Landeshauptstadt Stuttgart und zur Erweiterung der Mitbestimmung. Im Zentrum stehen dabei die Zukunftsorientierung (nicht nur die nachholende Digitalisierung sondern auch die vorausschauende Gestaltung sog. „KI“), die Sicherung der  Beschäftigung, der verbindliche Vorab-Zukunftsdialog, der moderierte Spezifikationsdialog zur Gestaltung algorithmischer Systeme, die strukturiert Prozessdarstellung der „KI“-Implementierung mit Veto-Recht, Qualifizierung, Barrierefreiheit und die Ausrichtung zur Assistenztechnik.

Die zunehmende Zahl der geplanten Einführungen digitaler Werkzeuge und Plattformen hat die Mitbestimmung vor eine komplexe Herausforderung gestellt. Eine Rahmendienstvereinbarung sollte aus der Sicht des GPR die Abläufe transparent und verbindlich strukturieren sowie Prozessabläufe regeln, um das Aushebeln der Mitbestimmung zu vermeiden. Der GPR wollte statt einer nur reaktiven Rolle den proaktiven Part der Gestaltung beteiligungsorientiert einnehmen: Digitalisierung ja, jedoch mitbestimmt. Das Hintergehen der Mitbestimmung galt es zu unterbinden. Der GPR ergriff die Initiative.

Die Mitglieder von GPR und PRs haben sich über die neuen digitalen Innovationen kundig gemacht, sich qualifiziert und sich beteiligungsorientiert untereinander abgestimmt. Die Hinzuziehung einer externen Beratung für den GPR hat die Hinwendung zum Blick auf die Zukunft der Kommunalverwaltung unterstützt. Über ein Jahr lang hat der GPR mit dem öff. Arbeitgeber verhandelt. Dabei drängte der GPR auf neue Verfahren und Kriterien zur Einführung algorithmischer Systeme. Die sog. „KI“ soll Assistenztechnik bleiben. Aus ethischen Gründen soll die sog. „KI“ nicht anstelle des Menschen entscheiden.

Am Ende der erfolgreichen Verhandlung steht die „Rahmendienstvereinbarung zur Digitalisierung und Informationstechnik bei der Landeshauptstadt Stuttgart“. Ein einschlägiges Werk auf elf Seiten mit zzgl. 8 Anlagen. Im „Zukunftsdialog“ besprechen der öff. Arbeitgeber und der GPR die digitale Strategie vor (!) ihrer Umsetzung. In Kooperation mit der städt. IT-Abteilung konnten die Prozessmodellierung und der „Spezifikationsdialog“ vereinbart werden. Weitreichende Schritte der Qualifizierung und Beschäftigungssicherung konnten verankert werden. Diese Rahmen-DV formt die „KI“-Technik zur Assistenz. Soziale Innovation geht vor technischer Innovation.

Kurzzusammenfassung der Eckpunkte der Rahmendienstvereinbarung

Unsere Kolleginnen und Kollegen des Gesamtpersonalrates der Landeshauptstadt Stuttgart haben durch ihre Initiative eine neue innovative Richtung in der Kultur der Mitbestimmung eingeschlagen. Wir haben eine neue Praxis der Mitbestimmung und eine Erweiterung der Mitbestimmung in einer

„Rahmendienstvereinbarung zur Digitalisierung und Informationstechnik bei der Landeshauptstadt Stuttgart (nachfolgend Rahmendienstvereinbarung) zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart, vertreten durch den Oberbürgermeister und dem Gesamtpersonalrat, vertreten durch die Vorsitzende“

angestoßen, ausgehandelt und verbindlich gemacht. Soziale Innovationen werden mit technischen und organisationellen Innovationen verknüpft.

Das Gesamtwerk der Rahmen-DV fügt sich aus 11 Seiten verbindlicher Vereinbarung mit weiteren acht – im gleichen Sinne verbindlichen – Anlagen im Umfang von 11 Seiten zusammen. Die Rahmen-DV umfasst somit insgesamt 22 Seiten.

Die Besonderheit der neuen Rahmen-DV gründet in der Verbindung reaktiver traditioneller Schutzaufgaben der Beschäftigtenvertretung mit vorausschauender, proaktiver Zukunftsgestaltung der kommenden Arbeitswelten. Dem GPR geht es nicht nur um die soziale Gestaltung der gegenwärtigen Arbeitsumgebungen sondern zugleich um die arbeitnehmerorientierte Einbettung der algorithmischen Assistenztechnik der nahen Zukunft (der sogenannten „Künstliche Intelligenz“) in den arbeitsweltlichen Transformationsprozess.

Die Initiative dazu ging von den Kolleginnen und Kollegen im Gesamtpersonalrat aus. Mit einem intensiv und qualifiziert ausgearbeiteten Entwurf überraschte das Gremium den Arbeitgeber, der an vielen Stellen noch in althergebrachten Vorstellungen von Techniknutzungen befangen war. Durch einen strategischen Dialog der Beschäftigtenvertretung mit Vertreterinnen der Stadtverwaltung aus unterschiedlichen Fachbereichen konnte ein hochkompetentes Aushandlungsergebnis und eine Zustimmung der Spitze der Stadtverwaltung erreicht werden.

Die zentralen Neuerungen der tragfähigen Lösung lassen sich in sieben Innovationen beschreiben:

  • Erste Innovation: Es gibt nun die Festlegung eines transparenten und zugleich differenzierten Verfahrens zur Einführung neuer IT-Strukturen und Software-Systeme. Diese – auch grafisch dargestellte – Prozesskette der mitbestimmten Implementierung differenziert die Qualität von technischen Ebenen und weist ihnen unterschiedliche Verfahrensschritte zu. Dadurch werden die Kommunikationsprozesse zwischen IT-Teams und GPR allseitig transparent, verbindlich und entlastet. Neue Regularien vereinfachen und beschleunigen die Einführung von Standardsoftware. Die Partner können sich auf die großen technologischen Herausforderungen und deren präventiv zu behandelnden Folgen konzentrieren.
  • Zweite Innovation: Der GPR hat mit der Spitze der Stadtverwaltung und den IT-Teams einen speziellen „Zukunftsdialog“ vereinbart: „Der Zukunftsdialog unterstützt eine vorausschauende, strukturierte und beteiligungsorientierte Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben zwischen Verwaltung und Gesamtpersonalrat sowie weiterer Akteur*innen und dient der Prozessvereinfachung und Beschleunigung.“ Der GPR hat darin Initiativrecht. Der Zukunftsdialog tagt zwei Mal pro Jahr.
  • Dritte Innovation: Um die Interessen der Beschäftigten angesichts des digitalen Wandels zu schützen und Entlassungen zu vermeiden, enthält die Rahmen-DV den vereinbarten Passus: „Die Landeshauptstadt Stuttgart verzichtet auf betriebsbedingte Kündigungen aufgrund der Digitalisierung.“
  • Vierte Innovation: Angesichts der Perspektiven, dass ein Teil der neuen algorithmischen Steuerungs- und Entscheidungssysteme („KI“-Systeme) nach ihrem Start schwerlich oder gar nicht mehr ausreichend gestaltbar sind und eine generelle Dokumentationsfähigkeit der innersoftwaretechnischen Ablaufprozesse kaum mehr gegeben ist, muss der Gestaltungsprozess vor (!) der Implementierung solcher sich selbstverändernder Software-Systeme (sogenannter „selbstlernender Software“) stattfinden. In Kooperation mit dem Projekt „Der mitbestimmte Algorithmus“ des „Forum Soziale Technikgestaltung“ wurde in der Rahmen-DV ein neuer Mitbestimmungsbaustein eingeführt. Die Partnerinnen und Partner verständigten sich auf die verbindliche Einführung der Praxis von „moderierten Spezifikationsdialogen“. Diese Dialoge vor der Implementierung sollen soziale Technikgestaltung im algorithmischen System auf der Basis des Erfahrungswissens der Kolleginnen und Kollegen gewährleisten. In der DV heisst es unter anderem: „Aus den gemeinsam gewonnenen Erfahrungen in den Dialogen werden verbindliche Anforderungen formuliert. Diese stellen die Grundlage für zukünftige Einführungsprozesse dar und sollen diese erleichtern.“ Für nur regelbasierte Softwareanwendungen ist der Spezifikationsdialog nicht zuständig. In den Spezifikationsdialogen hat der GPR ein Initiativrecht.
  • Fünfte Innovation: Im genau beschriebenen Verlaufsmuster, wie neue IT-Technik im Mitbestimmungsprozess zu behandeln ist, wurde zugunsten des GPR ein Vetorecht verankert: „Wenn die Personalvertretung dem Antrag bei Erfordernis einer Zustimmung nicht zustimmt, dann kann die Anforderung / der Change nicht umgesetzt werden.“
  • Sechste Innovation: Im Rahmen der notwendigen Qualifizierungsmaßnahmen für die Beschäftigten müssen auch Kolleginnen und Kollegen aus den Personalräten und dem Gesamtpersonalrat sich weiterbilden können. Dazu garantiert die Rahmen-DV unter anderem: „Die Beschäftigten der Landeshauptstadt Stuttgart müssen auf diesem Weg aktiv durch Fort- und Weiterbildung sowie Personalentwicklung begleitet werden. Dies geschieht durch die rechtzeitige Bereitstellung von geeigneten Maßnahmen im Bereich Personalentwicklung, der Ausbildung, der Führungskräfteentwicklung und der Fortbildung. Auch den Mitgliedern von Personalvertretung und Schwerbehindertenvertretung, die an diesen Themen und Projekten beteiligt sind, muss Gelegenheit gegeben werden sich über aktuelle Entwicklungen, Technologien und Verfahren zu informieren bzw. fortzubilden.“
  • Siebte Innovation: Die Unterzeichnenden der neuen Rahmen-DV erklären, dass sie bei der Nutzung algorithmischer Steuerungs- und Entscheidungssysteme (sogenannter „KI“-Systeme) an der Orientierung auf die „Assistenztechnik“ festhalten: „Der Mensch steht an erster Stelle und die Technik hat eine dienende und unterstützende Funktion.“

In hervorgehobener Weise unterstreicht die Rahmen-DV die Bedeutung der informationellen Selbstbestimmung: „Um das Vertrauen der Beschäftigten sowie der Bürger*innen in den digitalen Wandel zu stärken, vereinbaren sich die Vertragsparteien zu einer ,sensiblen Datenschutzkultur‘ beim Umgang mit personenbezogenen und personenbeziehbaren Daten und zur ,Förderung einer Kultur des Datenselbstschutzes‘ der Nutzer*innen. Diese vereinbarte sensible Datenschutzkultur setzt die rechtlichen, technischen, organisatorischen und sozialen Standards des Landesdatenschutzgesetzes und der europäischen Datenschutzgrundverordnung aktiv um. Damit wird die Bewahrung des Rechtes auf informationelle Selbstbestimmung des Individuums und der Schutz der Privatheit gewährleistet.“

Neben den dargelegten sieben Innovationen regelt die neue Rahmen-DV ebenso die Kernthemen einer Beschäftigtenvertretung wie Datenschutz, Datensicherheit, Rolle der Schwerbehindertenvertretung, Ortung, Profilbildung, Cloudlösungen, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Qualifizierung, Weiterbildung, Barrierefreiheit, Social Media, Haftung, vorausschauende Arbeitsgestaltung, keine Leistungs- und Verhaltenskontrollen und Changemanagement: „Die Umsetzung der Digitalisierung wird so ausgerichtet, dass die Prinzipien der Chancengleichheit, der Integration, der Inklusion und der Diversity beachtet werden.“

In der Rahmen-DV wurde zudem festgelegt, dass der GPR auf Kosten des Arbeitgebers externe Beratungsleistungen nutzen kann.

Abschließend sei betont, dass den Kolleginnen und Kollegen des GPR auch der gute Service für Bürgerinnen und Bürger am Herzen liegt. In der Rahmen-DV wurde daher auf Drängen der Personalrätinnen und Personalräte festgehalten: „In den kommenden Jahren werden neben den digitalen Angeboten Verwaltungsleistungen auch vor Ort als ,analoger Grundservice‘ mit persönlichem Kontakt angeboten.“

Als Vertiefung seien die 22 Seiten (Rahmen-DV mit ihren acht verbindlichen Anlagen) beigefügt. (Hier bitte die pdf-Datei öffnen oder herunterladen.)

Kontakt und Rückfragen bitte an: schroeter@talheimer.de

Einladung zum Online-Workshop: Wie gestalten wir die sogenannte „Künstliche Intelligenz“?

An die Kolleginnen und Kollegen in den Betriebsräten und Vertrauensleutekörpern,
an die Kolleginnen und -Kollegen in der IG Metall im Raum Heidelberg / Walldorf,
an die Kolleginnen und Kollegen im Netzwerk „Forum Soziale Technikgestaltung“,

im Namen der IG Metall Heidelberg, des Betriebsräte-Netzwerkes ZIMT und des „Forum Soziale Technikgestaltung“ möchten wir Euch zu einer Reihe von Online-Workshops zwischen Juni und August 2022 einladen.

Wir wollen den Fragen nachgehen: Wie kann die sogenannte „Künstliche Intelligenz“ auf betrieblicher Ebene mit Hilfe der Mitbestimmung gestaltet werden? Was muss direkt innerhalb der Technik verankert werden? Was kann ein „mitbestimmter Algorithmus“ leisten? Welche Kriterien wollen wir an Gestaltung und Zulassung anlegen?

An drei Online-Terminen wollen wir Erfahrungen sammeln und Gestaltungskriterien beraten. Wir wollen eine Handlungsempfehlung für das betriebsrätliche Vorgehen erarbeiten. Jede und jeder ist herzlich eingeladen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Man muss keine Software-Spezialistin bzw. -Spezialist sein, um kluge Anforderungen an gute Arbeit zu formulieren.

Welf Schröter, Leiter des „Forum Soziale Technikgestaltung“ (FST), wird am Mittwoch, den 3. August 2022 von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr neue Gestaltungsansätze vortragen und zur Diskussion stellen. Den Schwerpunkt bildet das innovative Format „Moderierter Spezifikationsdialog“ als Teil eines Mitbestimmungsprozesses. Wer teilnehmen möchte, melde sich bitte an bei Welf Schröter: schroeter@talheimer.de

Ihr erhaltet den Zugangslink für das Zoom-Treffen zugeschickt.

Die Reihe ist Teil des von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Projektes „PROTIS-BIT – PROaktive Transferierbare InnovationsStrategien von Betriebsräten zur Beschäftigungssicherung auf der Basis ,Intelligenter‘“ Technologien – Empirische Studie zu Entwicklungspotenzialen und Gestaltungskompetenzen von Betriebsräten“. Die IG Metall Heidelberg, ZIMT und das „Forum Soziale Technikgestaltung“ sind Partner in diesem Projekt.

 

Impulse für den Umbau von Wirtschaft und Arbeitswelt in Richtung Klimaneutralität

Unter dem Dach der bundesweiten „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ (INQA) sind in Baden-Württemberg zwei Netzwerke entstanden, die sich seit Jahren für eine Verbesserung der Qualität von Geschäfts- und Arbeitsprozessen einsetzen. „INQA“ wird vom BMBF und BMAS mitgetragen. Seit vielen Jahren wirkt das „Forum Soziale Technikgestaltung“ (FST) im Netzwerk „Offensive Gutes Bauen Baden-Württemberg“ und „Offensive Mittelstand Baden-Württemberg“ mit. Für das Jahr 2022 haben sich beide Netzwerke mit Unterstützung des FST für den grundsätzlichen Wandel hin zu Klimaneutralität als Handlungsschwerpunkt ausgesprochen. Für den 8. Juli 2022 wird ein Kongress zu diesem Leitthema vorbereitet.

Im Vorfeld findet eine große Anzahl von Online-Veranstaltungen statt, um fachlich zu informieren und neue Gestaltungsansätze zu präsentieren. Sogenannte Fokusgruppen greifen eine Fülle von Themen auf von der „Kreislaufwirtschaft“ bis zu Qualifizierungsfragen. Das Veranstalterteam schreibt in der Übersicht aller Themenabende: „Neben den Themen wie Digitalisierung, Fachkräftemangel, Humanisierung der Arbeitswelt und den Auswirkungen der Pandemie stand spätestens seit den Leitsätzen des Bundesverfassungsgerichts (BVG) vom 24. März 2021 die Themen Umwelt- und Klimaschutz, Nachhaltigkeit und schonende Nutzung von Ressourcen im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion.“

Das „Forum Soziale Technikgestaltung“ veranstaltet am 15. März 2022 um 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr einen Onlinevortrag mit Diskussion zum Thema „Potenziale der Mitbestimmung zwischen Digitalisierung und Klimaneutralität – Das Projekt ,Der mitbestimmte Algorithmus‘ des ,Forum Soziale Technikgestaltung‘ (FST) und der FST-Vorschlag ,Moderierte Spezifikationsdialoge‘“.
Vortrag von Welf Schröter, Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung (FST), Projekt PROTIS-BIT, Gründungsmitglied der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“, Partner im BMAS-INQA-Projekt DigiGAAB, Moderator des www.blog-zukunft-der-arbeit.de
Die Anforderung ist unzweideutig: Wirtschaft und Arbeitswelt müssen schneller klimaneutral werden. Wie kann der Prozess der gestalteten Digitalisierung diesen Wandel unterstützen? Wie kann die betriebliche Mitbestimmung auf dem Gebiet der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“ zu Humanisierung und Klimaschutz beitragen? Das vom gewerkschaftsnahen „Forum Soziale Technikgestaltung“ vorangebrachte Projekt „Der mitbestimmte Algorithmus“ will durch ausgehandelte Kriterien für die Gestaltung algorithmischer Steuerungs- und Entscheidungssysteme (anderswo als „KI“ bezeichnet) und deren Implementierung in die Arbeitswelten diesen Umbau forcieren helfen. Moderierte Spezifikationsdialoge zwischen kommenden Anwendenden und Entwickelnden sollen interessensorientierte Lösungen ermöglichen.
Link zur Anmeldung für die Zusendung des Zugangslinks

Zum 4. Mai 2022 lädt das FST um 18.00 Uhr zum Onlinevortrag mit Diskussion unter dem Titel „,Vorausschauende Regionalisierung‘ – Impulse für das Handwerk und für KMUs aus den Diskussionen im Handwerksprojekt DigiGAAB“.
Vortrag von Welf Schröter, Leiter des „Forum Soziale Technikgestaltung“ (FST), Projekt PROTIS-BIT, Gründungsmitglied der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“, Partner im BMAS-INQA-Projekt DigiGAAB, Moderator des www.blog-zukunft-der-arbeit.de
Wir kennen alle seit den neunziger Jahren, dass man Waren im Internet über eine Einkaufsplattform bestellen kann. Man nennt dies elektronischen Handel oder auch „E-Commerce“. Im Buchhandel hat sich in der Vergangenheit gezeigt, welche Folgen eine einseitige Radikalisierung des Bücherkaufens über das Netz mit sich bringt. Für das Bauhandwerk könnte eine vergleichbare Entwicklung einsetzen. Es ist zu erkennen, dass in naher Zukunft private Plattformbetreiber versuchen werden, komplette Handwerksdienstleistungen über Plattformen dem privaten Endkunden auf dem Sofa anzubieten. Die Übertragung des E-Commerce-Gedankens auf die Welt des Handwerks käme für viele Betriebe einer schwierigen Herausforderung gleich. Sie verlören schrittweise den direkten Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden. Die Betriebe würden zu Subunternehmen von Plattformbetreibern. Damit das Bauhandwerk einem ähnlichen Schicksal wie dem Buchhandel entgeht, muss es eigene Initiativen ergreifen. Das Konzept der „Vorausschauenden Regionalisierung“ (Schröter) könnte einen solchen Impuls unterstützen. Damit könnte einer Fremdsteuerung der Betriebe durch externe marktmächtige Plattformagenturen entgegengetreten werden. Notwendig ist es, die eigenen Geschäfts- und Kundendaten auf Plattformen rechtlich unter der Hoheit des Handwerks zu halten, um zu vermeiden, dass externe Plattformbetreiber mit Hilfe solcher Daten den Betrieben die Kundschaft abwerben.
Link zur Anmeldung für die Zusendung des Zugangslinks

Link zur Übersicht des Vorlauf-Gesamtprogramms der Fokusgruppen

Link zum Impulspapier „Nachhaltigkeit als zusätzliches Leitmotiv – Das Ziel der Nachhaltigkeit als prägender Aspekt der Netzwerke ,Offensive Mittelstand‘ und ,Offensive Gutes Bauen‘ BA.-Wü. (INQA Partnernetzwerke) nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz“ (Version 2021)

 

Warum wir unsere Vorstellungen von Digitalisierung und Mitbestimmung erweitern müssen

Nach mehr als dreißig Jahren der Digitalisierung kommt eine neue Welle digitaler Technik auf die Arbeitswelten in den Betrieben zu. Diese neue Welle wirkt anders und muss anders gestaltet werden als das bisher Bekannte. Nun muss ein Teil der Technik nicht nach dem Experimentieren sondern vor (!) deren Einführung gestaltet werden. Das verlangt von Betriebsrätinnen und Betriebsräten, von Vertrauensleuten und Beschäftigten ein Umdenken. Wir müssen Digitalisierung neu verstehen. Wir müssen Mitbestimmung erweitern. Die neuen Technologien haben viel mit speziellen Algorithmen zu tun. Deren Einführung und Anwendung brauchen zusätzliche Kompetenzen. Vor allem aber geht es um eine Aufwertung des Erfahrungswissens von Kolleginnen und Kollegen.

Das „Forum Soziale Technikgestaltung“ (FST) treibt das Projekt „Der mitbestimmte Algorithmus“ voran. Was bedeutet dies? Wie kann es einer humanen Arbeitswelt dienen? Ein FST-Vortrag vom 25. Januar 2022 auf Einladung der IG Metall Wolfsburg, der IG Metall Südost-Niedersachen und der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften Südost-Niedersachen an der TU Braunschweig vor Kolleginnen und Kollegen von VW und deren Zulieferern will Antworten geben. Der sehr verständlich gehaltene Beitrag trägt den Titel „Warum wir unsere Vorstellungen von Digitalisierung und Mitbestimmung erweitern müssen – Neue Technologien erfordern neue Wege sozialer Gestaltung“. Er ist frei zugänglich unter diesem Link.

 

„Forum Soziale Technikgestaltung“ im DGB-Geschäftsbericht 2018–2021

Anlässlich der Verabschiedung des bisherigen baden-württembergischen DGB-Vorsitzenden Martin Kunzmann und der Wahl seiner Nachfolge am 29. Januar 2022 wurde der umfangreiche „Geschäftsbericht Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Baden-Württemberg 2018–2021“ mit dem Titelmotto „Zukunft gestalten wir“ veröffentlicht. Der Bericht gibt den neugewählten Vorsitzenden Kai Burmeister und Maren Diebel-Ebers Rückenwind für die kommende Arbeit.

Bestandteil des Berichtes ist eine zusammenfassende Darstellung der Aktivitäten des „Forum Soziale Technikgestaltung“(FST) im genannten Zeitraum. Auf den Seiten 98 bis 103 wird insbesondere das FST-Schwerpunktvorhaben „Der mitbestimmte Algorithmus“ beschrieben. Siehe Link unten. Einer der Schlüsselsätze ses Beitrages lautet:

„Der digitale Wandel der Betriebe und der digitale Wandel der Arbeitswelten gelingen eher dann, wenn Beschäftigung nicht nur bestimmt, sondern qualitativ und rechtsbasiert mitbestimmt wird. Mitbestimmung wird somit zu einem Erfolgskriterium des technischen, klimaneutralen und sozialen Umbaus der Arbeitswelten.“

Am Ende des Geschäftsberichtes wird auf den früheren Leitantrag des DGB-Bezirks hingewisen, in dem es unter anderem heisst: „Der DGB Baden-Württemberg wird gemeinsam mit dem Forum Soziale Technikgestaltung darauf hinwirken, dass die Belange von Beschäftigten und Nutzer*innen einen größeren Stellenwert in der Innovations- und Technologiepolitik des Landes einnehmen.“ Auf Seite 111 wird die Umsetzung des Beschlusses in der zu Ende gegangen Amtsperiode erläutert.

Der DGB-Geschäftsbericht 2018–2021 kann gelesen bzw. heruntergeladen werden über diesen Link.

 

Zum Stand der FST-Diskussion: Ein aktueller Beitrag zum Nachlesen

Soziale Gestaltung der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“:
Das FST-Projekt „Der mitbestimmte Algorithmus“

Das „Forum Soziale Technikgestaltung“ (FST) hat eine Reihe zusätzlicher Impulse und Gedanken entwickelt, wie die sogenannte „Künstliche Intelligenz“ sozial, ethisch und rechtlich gestaltet werden sollte. Einen Überblick über den Stand der Überlegungen vermttelt ein jetzt neu veröffentlichter Text. Der vom Leiter des FST verfasste Beitrag ist in dem soeben erschienenen Online-Magazin „DENK-doch-MAL“ veröffentlicht. „DENK-doch-MAL“ wird gemeinsam vom IG Metall Vorstand und von der ver.di Bundesverwaltung getragen. Der IG Metall-Vorsitzende Jörg Hoffmann hat die presserechtliche Verantwortung. Die betreuende lektorierende Redaktionsarbeit liegt in den kompetenten Händen von Bernd Kaßebaum und dem „DENK-doch-MAL“-Team. Ihnen sei für die gute Zusammenarbeit besonders gedankt.

Der FST-Beitrag „Der mitbestimmte Algorithmus“ – Ein erweiternder Ansatz zur Gestaltung der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“ geht auf folgende Aspekte ein:

  • Dreißig Jahre „Forum Soziale Technikgestaltung“
  • Ein klärend helfender Begriff: „Nachholende Digitalisierung“
  • Kritik des unzureichenden Begriffes „Künstliche Intelligenz“
  • Ein notwendiger neuer Begriff: „Delegationstechnik“
  • Ein korrigierender Begriff: „Algorithmisches Steuerungs- und Entscheidungssystem“
  • Ein überraschender Begriff: „Sich selbst verändernde Software-Werkzeuge“
  • Ein unabdingbarer Begriff: „Antizipierende vorausschauende Arbeitsgestaltung“
  • Ein zusätzlicher Praxisbegriff: „Moderierte Spezifikationsdialoge“
  • Etablierung von belastbaren Erfahrungsdiskursen

Der Text ist frei zugänglich unter dem Link 

 

FST-Dialogreihe „Der mitbestimmte Algorithmus“

Rückblick auf die acht öffentlichen Jubiläumsveranstaltungen anlässlich „Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung“ im Oktober und November 2021

Seit den Jahren 2015/2016 befasst sich das „Forum Soziale Technikgestaltung“ (FST) intensiv mit der Frage der Gestaltbarkeit von digitalen Software-Werkzeugen, die man mit den Begriffen „Autonome Software-Systeme“ (ASS) oder „Algorithmische Steuerungs- und Entscheidungssysteme“ bezeichnen kann. In der politischen Marketing-Sprache wird gerne von „Künstlicher Intelligenz“ („KI“) gesprochen. Um die Gestaltung der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“ aus Sicht von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, von Frauen und Männern in Betriebs- und Personalräten sowie anderen Modellen der Beschäftigtenvertretung zu erleichtern, wurde aus dem FST heraus das Projekt „Der mitbestimmte Algorithmus“ gestartet. Dreißig Kriterien der sozialen Gestaltung und Zulassung algorithmischer Systeme wurden beraten und präsentiert.

Anlässlich des Jubiläums „Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung“ wurden acht Dialog-Veranstaltungen vorbereitet, in denen die FST-Inhalte sowohl der gewerkschaftlichen Seite wie auch Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Technik, Forschung und Wirtschaft vorgestellt wurden. Folgende Dialoge wurden anberaumt:

  1. Onlineabend am 5. Oktober 2021 für den Auftakt eines neuen Projektes mit dem Leitmotiv „Betriebsräte gestalten ,intelligente‘ Technologien“. Eine gemeinsame Veranstaltung der IG Metall Heidelberg, des „Forum Soziale Technikgestaltung“, des Betriebsräte-Netzwerkes ZIMT -– anlässlich „Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung“. Auftakt des Projektes „PROTIS-BIT – PROaktive Transferierbare InnovationsStrategien von Betriebsräten zur Beschäftigungssicherung auf der Basis ,Intelligenter‘“ Technologien – Empirische Studie zu Entwicklungspotenzialen und Gestaltungskompetenzen von Betriebsräten“ (gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung).
  2. Offizielle Jubiläumsveranstaltung des DGB Baden-Württemberg am 13. Oktober 2021 zu „Dreißig Jahre „Forum Soziale Technikgestaltung“ mit dem Titel „Zukunft Mitbestimmung 2025 – Von der Mitbestimmung über die Anwendung der Technik zur Mitbestimmung in der Gestaltung der Technik“.
  3. Eine Veranstaltung der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Forum Soziale Technikgestaltung“ (FST) und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA sowie mit dem von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Projekt „PROTIS-BIT“ anlässlich des Jubiläums „30 Jahre Forum Soziale Technikgestaltung“ (1991–2021) am 19. Oktober 2021. Titel: „KI zwischen Mythos und Realität: Gestaltungshorizonte und Gestaltungspotenziale für algorithmische Entscheidungssysteme in Unternehmen und betrieblichen Arbeitswelten – Workshop für betriebliche Anwenderinnen und Anwender“.
  4. Fachdialog „Ethische und soziale Kriterien zur Gestaltung algorithmischer Steuerungs- und Entscheidungssysteme“ am 27. Oktober 2021. Ein Dialog zwischen dem „Forum Soziale Technikgestaltung“ (FST), dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und Cyber Valley anlässlich „Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung“.
  5. „IST DIE „ KÜNSTLICHE INTELLIGENZ “ DIE INTELLIGENZ DER ZUKUNFT ? Der Mensch im Mittelpunkt“. Eine gemeinsame Veranstaltung des Fritz-Erler-Forums / Friedrich-Ebert-Stiftung Baden-Württemberg, der Evangelischen Kirchengemeinde Rottweil und des „Forum Soziale Technikgestaltung“ beim DGB Baden-Württemberg – unterstützt vom Netzwerk „Sozialer Zusammenhalt in digitaler Lebenswelt“ – Eine Tagung am 29. und 30. Oktober 2021 anlässlich „Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung“.
  6. Online-Vortrag „Zur Demokratisierung des Algorithmus“ in der Reihe „Arbeitswelt trifft Philosophie – Philosophie trifft Arbeitswelt“ am 18. November 2021 anlässlich „Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung“.
  7. Online-Tagung am 24. und 25. November 2021 mit dem Thema „Der demokratisierte Algorithmus – 30 Jahre Forum Soziale Technikgestaltung“. Gemeinsam veranstaltet vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt KDA, von der Evangelischen Akademie Bad Boll und vom „Forum Soziale Technikgestaltung.
  8. Veranstaltung „Wenn Algorithmen schnell gut wirken sollen. Impulse für neue sozialpartnerschaftliche Aushandlungsmodelle zur beschleunigten Einführung algorithmischer Systeme“ am 30. November 2021. Ein gemeinsamer Dialog-Workshop von Baden-Württemberg: connected und „Forum Soziale Technikgestaltung“ (FST) anlässlich „Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung“. (Dieser Workshop wurde pandemiebedingt in das Jahr 2022 verschoben.)

Ein genauerer Programm-Überblick ist zu finden in der pdf-Datei siehe Link.  

 

Dokumentation der DGB-Jubiläumsveranstaltung „Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung“

Bei der offiziellen DGB-Jubiläumsveranstaltung zu „Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung“ mit dem Thema: „Zukunft Mitbestimmung 2025 – Von der Mitbestimmung über die Anwendung der Technik zur Mitbestimmung in der Gestaltung der Technik“ am 13. Oktober 2021 im Willi-Bleicher-Haus Stuttgart wurden mehrere Vorträge gehalten, die hier zugänglich gemacht und dokumentiert werden:

Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung beim DGB Baden-Württemberg
Martin Kunzmann, Vorsitzender des DGB Baden-Württemberg

Der „mitbestimmte Algorithmus“ – Von der Mitbestimmung über die Anwendung der Technik zur Mitbestimmung in der Gestaltung der Technik
Welf Schröter, Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung, Mitbegründer der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg, Projekt PROTIS-BIT

Die Zukunft der Mitbestimmung in der digitalen Transformation
Dr. Constanze Kurz, Gesamtbetriebsrat Robert Bosch GmbH Stuttgart

Rahmen-Dienstvereinbarung zur Digitalisierung und Verwaltungstransformation am Beispiel der Landeshauptstadt Stuttgart
Claudia Häussler, Vorsitzende des Gesamtpersonalrats Landeshauptstadt Stuttgart, Chris Purz, Mitglied des Gesamtpersonalrats Landeshauptstadt Stuttgart

Das japanische Regierungskonzept „Society 5.0“
Dr. Martin Pohl, Counsellor an der Deutschen Botschaft in Tokio (online aus Tokio zugeschaltet)

Gewerkschaftliche Interventionen in die Transformation der baden-württembergischen Automobilindustrie
Kai Burmeister, IG Metall Bezirk Baden-Württemberg

Die Nutzung dieser Dateien für kommerzielle Zwecke ist untersagt.

 

Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung – Rede von Martin Kunzmann

Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung beim DGB Baden-Württemberg
Rede von Martin Kunzmann, Vorsitzender des DGB Baden-Württemberg

Jubiläumsveranstaltung „Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung“ mit dem Titel „Zukunft Mitbestimmung 2025 – Von der Mitbestimmung über die Anwendung der Technik zur Mitbestimmung in der Gestaltung der Technik“ am 13. Oktober 2021 im Willi-Bleicher-Haus in Stuttgart

Es ist ein besonderes Jubiläum, zu dem ich Sie und Euch heute herzlich willkommen heiße, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wir feiern heute „Dreißig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung“ beim DGB Baden-Württemberg. Es ist ein Jubiläum der Würdigung und der Wertschätzung aller ehrenamtlicher Kolleginnen und Kollegen, die das Netzwerk über 30 Jahre getragen haben. Und es ist ganz wesentlich dein Jubiläum, lieber Welf. Du bist Ideengeber, Organisator, Gesicht und Stimme des FST! Danke für diese herausragende Leistung!

Dreißig Jahre Technikgestaltung sind dreißig Jahre der Auseinandersetzung mit der Digitalisierung der Arbeitswelten. Gemessen an der Geschwindigkeit, mit der sich die Digitalisierung weiterentwickelt, ist es eine Epoche. Das zeigt schon das Spannungsfeld auf: Was ist das Wissen heute noch wert, das sich ein Programmierer 1991 angeeignet hat? Wie können die Beschäftigten ein ganzes Arbeitsleben lang Schritt halten mit der technischen Entwicklung? Die Gewerkschaften sind nicht technikfeindlich.

Wir verstehen uns als Teil der Lösung, nicht des Problems. Das gilt für die Gestaltung der sozial-ökologischen Transformation genauso wie für die Digitalisierung. Aber wir haben ganz klare Anforderungen: Der Mensch muss an erster Stelle stehen. Die Technik ist lediglich ein Instrument, um Arbeit zu verbessern. Sie ist kein Selbstzweck. Genau das ist die Kernaufgabe und das Selbstverständnis des Forums: Im Geiste der Humanisierung der Arbeit rückt es die Würde des Menschen ins Zentrum des technologischen Wandels: die der Beschäftigten genauso wie die der Erwerbssuchenden. Das ist auch eine Frage der Ethik! Damit bildet das FST einen Gegenpol zu den Mark Zuckerbergs und Elon Musks dieser Welt!

Die umfangreichen Leistungen des „Forum Soziale Technikgestaltung“ haben den Frauen und Männern in Betriebs- und Personalräten, in Belegschaften und Gewerkschaften neue Wege aufgezeigt, wie Menschen den digitalen Umbau ihrer Berufs- und Lebenswelten nach ihren Interessen beeinflussen und verbessern können. Dabei galt und gilt ein Leitmotiv, auf das du, lieber Welf, sehr zu recht großen Wert legst: Technische Innovationen sind nur dann wirklich dauerhaft erfolgreich, wenn sie mit sozialen Innovationen verknüpft sind.

Hard- und Software stellen als sogenannte „harte technische Faktoren“ des Wandels nur ungefähr fünfzig Prozent der Erfolgschancen dar. Die anderen fünfzig Prozent werden von den „weichen, nichttechnischen Faktoren“ gebildet. Letztere sind die entscheidenden Punkte für das Gelingen einer tatsächlichen Innovation. Eine Datenbank kann noch so ausgefeilt sein, wenn sie nicht benutzerfreundlich ist, wird sie links liegen gelassen.

Die Motivierung der Menschen, ihre Qualifizierung, ihr Wunsch nach sozialer Sicherheit, ihre Forderung nach Gleichberechtigung, ihr Streben nach Anerkennung, Ihre Lebensplanung, ihr Ringen um Selbstbestimmung gehören mitten hinein in die Technikdebatte. Der Schlüssel zum Erfolg einer Innovation liegt nicht primär in der Einführung der Technik. Es ist vielmehr die Ermutigung der Menschen, die Prozesse in Gang setzt.

Genau das ist eure Kompetenz, liebe FSTler*innen. Ihr ermutigt, beratet und begleitet Kolleginnen und Kollegen, die mit diesen Fragestellungen konfrontiert sind. Auch in Berlin wird eure Arbeit gewürdigt. Ich zitiere aus der Grußadresse des DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann:

Als das „Forum Soziale Technikgestaltung“ (FST) am 7. Oktober 1991 im Stuttgarter Gewerkschaftshaus, dem heutigen „Willi-Bleicher-Haus“, gegründet wurde, trafen sich 120 Frauen und Männer aus Beschäftigtenvertretungen und Gewerkschaften. Über dreißig Jahre hinweg ist die Zahl auf über 4.650 Frauen und Männer aus Betriebs- und Personalräten sowie aus Belegschaften angewachsen. Kolleginnen und Kollegen aus Produktion und Dienstleistung, aus Verwaltung und Handwerk, aus Bildungs- und Sozialträgern, aus Kirchen und Wissenschaften führen Erfahrungs- und Fachwissen im Netzwerk zusammen. Dafür gilt dem Initiator, Mitbegründer und Leiter des „Forum Soziale Technikgestaltung“, dem Kollegen Welf Schröter, großer Dank und Anerkennung. Er steuert moderierend das Netzwerk immer wieder nach vorne in die aktuellen technologischen Herausforderungen. (Zitat-Ende)

Teil dieser Moderation waren die Einladungen an Gäste, an wissenschaftlich nahestehende Freundinnen und Freunde wie an politische Kontrahenten. So diskutierten im Forum unter anderem Joseph Weizenbaum vom Massachusetts Institute of Technology, Frieder Naschold vom Wissenschaftszentrum Berlin, Hans-Jörg Bullinger von der Fraunhofer-Gesellschaft, Menno Harms, damals Chef von Hewlett Packard, Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung, Sabine Pfeiffer heute an der Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Zu nennen sind zudem auch Ralf Reichwald von der Technischen Universität München wie auch Dieter Klumpp von der SEL-Stiftung für Kommunikationsforschung. Der frühere Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg Berthold Huber betonte in seiner Festrede zum zehnjährigen Bestehen des FST die Rolle von Bildung im digital gestützten Wandel. Zu seinem Auftritt 2001 erschienen die früheren Bezirksleiter Gerhard Zambelli und Ernst Eisenmann. Walter Riester schrieb als Bundesminister für Arbeit eine Grußbotschaft. Die Liste der Gäste und Gespräche ließe sich noch lange, lange fortsetzen.

Das „Forum Soziale Technikgestaltung“ sucht den Dialog und findet ihn. Doch diese Debatten waren nicht von Beliebigkeit geprägt. Aus pluralen Argumentationen entstanden Handlungsempfehlungen für Beschäftigtenvertretungen. In all diesen Jahren haben die Aktiven des Forums ihre Arbeit nicht leicht gemacht. Das FST forderte sicherlich auch die Gewerkschaftsmitglieder heraus, die am eingeübten Status quo festhalten wollten. Es irritierte durch Vorschläge wie etwa die Beschleunigung der Einführung digitaler Werkzeuge, die zügige Einführung von Telearbeit, die raschere Nutzung von Cloud-Plattformen. Obwohl das FST sich eindeutig für eine sozial gestaltete Digitalisierung aussprach, warnte das Forum zugleich vor einer Technikfixierung. Denn eine einseitige Technikzentrierung schwächt die Position der Beschäftigten und die Chancen der Mitbestimmung. „Wer nur von der Technik aus denkt, hat schon den Weg zum Misserfolg eingeschlagen“, betont Welf Schröter immer wieder.

In seinem Denkpapier zur „Fortschreibung der „Innovationsstrategie 2020“ der Landesregierung von Baden-Württemberg“ äußerte Welf – ich zitiere: „Das Denken von den Menschen her und das Denken von den Prozessen her muss das technikzentrierte und produktzentrierte Denken ablösen.“

Heute im dreißigsten Jahr fordert das „Forum Soziale Technikgestaltung“ die Gewerkschaften erneut heraus. Seit rund fünf Jahren arbeitet das FST an einer neuen zusätzlichen Gestaltungsstrategie. Sie wird diskutiert unter dem Motto „Der mitbestimmte Algorithmus“. Neue digitale Möglichkeiten verlangen neue Lösungen. Ich zitiere noch einmal Reiner Hoffmann:

Heute ist der Ansatz des mehrfach ausgezeichneten „Forum Soziale Technikgestaltung“ aktueller und wichtiger denn je. Mit dem herausfordernden Projekt „Der mitbestimmte Algorithmus“ mischt sich das FST selbstbewusst in die Debatte um die Zukunft algorithmischer Steuerungs- und Entscheidungssysteme – auch „Künstliche Intelligenz“ genannt – mit eigenen Anforderungen und Kriterien ein. Das FST ist ein lernendes Netzwerk. Lernend im Sinne eines menschlichen Miteinanders und der Durchsetzung der Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Erwerbssuchenden und Selbstständigen. (Zitat-Ende)

Die Kolleginnen und Kollegen im FST rufen uns auf, uns für ungewohnte Gedanken und Ansätze zu öffnen. Wir dürfen nicht hinter der Technikentwicklung herlaufen. Wir müssen den Anspruch erheben, steuernd einzugreifen. Das Projekt „Der mitbestimmte Algorithmus“ verlangt von Beschäftigtenvertretungen wie auch von den Gewerkschaften eine qualitative Erweiterung der bisherigen Interessens-, Betreuungs- und Beratungstätigkeiten. Wir müssen uns stärker einmischen. Soziale Technikgestaltung muss deutlicher im Fokus unseres Handelns liegen. Gestaltung heißt dabei, dass sich die Akteure auf gleicher Augenhöhe begegnen.

Lieber Welf, seit der Gründung im Jahr 1991 leitest Du das „Forum Soziale Technikgestaltung“. Ich will auf ein paar Punkte der vollbrachten Arbeit eingehen:

• In manchen Jahren hast Du achtzig bis hundert Vorträge in zwölf Monaten gehalten.
• In den zurückliegenden dreißig Jahren hattest Du schätzungsweise um die zweitausend öffentliche Auftritte.
• Du nimmst an nicht-öffentlichen Sitzungen von Konzern- und Gesamtbetriebsräten, von Gesamtpersonalräten, Personalräten und Betriebsräten teil.
• Du warst in Dutzenden von Technologieprojekten von Bundes- und Landesministerien, von EU und Kommunen involviert.
• Du hast weit über hundert Fachaufsätze geschrieben und mehr als anderthalb Dutzend Fachbücher herausgegeben.
• Du veröffentlichst im Blog Zukunft der Arbeit.
• Du warst mehrere Jahre E-Government-Beauftragter des DGB Baden – Württemberg.
• Du gehörtest längere Zeit dem Arbeitskreis Technologiepolitik beim DGB Bundesvorstand an.
• Du wirktest zeitweise im Gesprächskreis des Ressorts Zukunft der Arbeit beim Vorstand der IG Metall.
• Ulrike Zenke von der IG Metall Heidelberg und Du, Ihr gründeten im Jahr 2009 das regionale Betriebsrätenetzwerk ZIMT.
• Gemeinsam mit Verdi und mehreren Gesamtpersonalräten hast Du einen mehrjährigen Arbeitszusammenhang zur sozialen Gestaltung von Electronic Government und „Virtuellen Rathäusern“ initiiert.
• Im Jahr 2015 wurdest Du für das „Forum Soziale Technikgestaltung“ eigenständiges Gründungsmitglied der vom damaligen Wirtschaftsminister Nils Schmid gestarteten „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“.
• Heute unterstützt Du das vom Bundesarbeitsministerium geförderte Netzwerk „Initiative Neue Qualität der Arbeit INQA“ und bist in den INQA-Netzwerken „Offensive Mittelstand“ sowie „Offensive Gutes Bauen“ aktiv.
• Zusammen mit Partnerinnen und Partnern aus Baden-Württemberg hast Du an der Gründung des Netzwerkes „Sozialer Zusammen in digitaler Lebenswelt“ mitgearbeitet.
• Du organisierst seit bald fünfundzwanzig Jahren den Dialog „Arbeitswelt trifft Philosophie – Philosophie trifft Arbeitswelt“.
• Gemeinsam mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen hast Du beziehungsweise habt Ihr das FST-Planspiel „BetriebsratsArbeit auf Basis autonomer Software.-SYsteme BABSSY“ entwickelt und in die betriebsrätliche Bildungsarbeit eingeführt.
• Seit kurzem gibt es für das „Forum Soziale Technikgestaltung“ einen eigenen Youtube-Kanal, in dem mehr als zwanzig Video- und Audio-Dateien mit aufgezeichneten Vorträgen zu finden sind.
• Vor wenigen Tagen startete am 5. Oktober das neue Betriebsratsprojekt „PROTIS-BIT“ zur Gestaltung von Algorithmen, das von der IG Metall Heidelberg, dem Betriebsräte-Netzwerk ZIMT und dem „Forum Soziale Technikgestaltung“ getragen wird. Die Hans-Böckler-Stiftung fördert das Vorhaben.

Diese Auflistung stellt noch nicht einmal alle FST-Aktivitäten der letzten dreißig Jahre dar.

Für die Tätigkeiten wurden das FST und Du mehrfach geehrt. Für seine Verdienste um den Aufbau von Kompetenz auf dem Gebiet der Technikgestaltung wurde das „Forum Soziale Technikgestaltung“ im April 2021 mit einem Anerkennungspreis der Integrata-Stiftung Tübingen im Rahmen der Verleihung des „Wolfgang-Heilmann-Preises 2021“ ausgezeichnet.

Lieber Welf, Du hast für Betriebs- und Personalräte, für Gewerkschaften und Belegschaften wahrlich Großes geleistet und leistest es noch. Im Namen des DGB Baden-Württemberg und seiner Mitgliedsgewerkschaften möchte ich Dir von ganzem Herzen meinen besonderen Dank für Deine enorme Arbeit aussprechen.

Ebenso danke ich allen Kolleginnen und Kollegen, die im „Forum Soziale Technikgestaltung“ ehrenamtlich aktiv sind und sich für Wege zu „Guter Arbeit“ einsetzen. Sie alle leisten gemeinsam wichtige Beiträge für eine bessere Arbeitswelt, für eine bessere Lebenswelt.

Die Arbeit des „Forum Soziale Technikgestaltung“ ist getrieben von dem Anspruch, die Arbeitswelt und unsere Gesellschaft humaner zu gestalten. Es geht, – um es in den Worten der Widerstandskämpferin und Architektin Karola Bloch zu sagen –, um „die Sehnsucht des Menschen, ein wirklicher Mensch zu werden“. In diesem Sinne „Glück auf!“