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Autor: Welf Schroeter

Gedanken zur CeBIT 2016: Das Dilemma der IT-Teams in Unternehmen

Posted on Februar 12, 2016 by Welf Schroeter

IMG_2308Während auf Messen wie auf der CeBIT das hohe Lied des schnellen Übergangs in die „Arbeit 4.0“ gesungen wird, stellt sich die Situation für die IT-Teams in Unternehmen immer wieder erstaunlich widersprüchlich dar. Sie stecken mitten in einem Innovationsdilemma.

Auf der einen Seite würden die Teams sich gerne mit neuen Innovationsherausforderungen, neuen IT-Architekturen und neuen Prozessmodellierungen befassen, um aktuell und „vorne“ zu bleiben. Auf der anderen Seite sind die häufig viel zu kleinen Gruppen schon vorher überlastet und haben kaum Zeit für Neuerungen. Sie müssen dafür sorgen, dass der ganz normale Alltagsbetrieb aufrechterhalten wird.

Vor allem aber müssen sie ständig neuen Herausforderungen der IT-Sicherheit begegnen. Die Schadsoftware und Malware nimmt nicht ab, im Gegenteil. Die Stabilisierung des sicherheitstechnischen Status quo fordert alle Kräfte und bringt schon jetzt zeitliche Überlastungen. Ein Virus hält sich nun mal leider nicht an reguläre Arbeitszeiten. Objektiv wirken sich die Überlastungen der IT-Teams dysfunktional gegenüber der Innovationsdynamik aus.

Die Teams erscheinen als Bremsende und den Ist-Stand Bewahrende, während sie ja eigentlich gerne nach vorne handeln würden. Die Unternehmen sollten daher ihre IT-Teams stärken und ihnen noch mehr Vertrauen schenken.

Posted in Allgemein | Tagged Arbeit 4.0 Arbeitszeit CeBIT Innovation IT-Teams Prozess Sicherheit

Gestaltung von CPS: Personalisierung oder/und Anonymisierung

Posted on Januar 22, 2016 by Welf Schroeter

Die von IG Metall und Forum Soziale Technikgestaltung mit Unterstützung des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums seit April 2015 durchgeführte Reihe „Werkstattgespräche 2015 – 2016: Zukunft der Arbeit – Gestaltungspotenziale für ,Industrie 4.0‘“ setzte und setzt sich unter anderem mit den Potenzialen, Chancen und Risiken der „Cyber Physical Systems“ (CPS) und deren Personalisierungsvariationen auseinander.

Zu den Herausforderungen gehört die Frage, ob für den erfolgreichen prozessorientierten Einsatz der CPS – innerhalb der Firmen oder auch über mehrere Unternehmen hinweg – die automatische Sammlung personenbezogener Daten durch diese autonomen Systeme zwingend erforderlich ist. Aus einem Forschungsinstitut heißt es, die Datensammlung in Echtzeit sei technisch unabwendbar. Das Forum Soziale Technikgestaltung forderte abweichend dazu stattdessen eine Anonymisierung personenbezogener Daten. Dies würde grundsätzlich einerseits die Sammlung der „indirekten“ und im Konfliktfall den arbeitenden Menschen zuordenbaren Daten ermöglichen, andererseits schaffe die Anonymisierung eine technische Schranke, um reguläre Profile im Alltag zu blockieren. Eine Betriebsvereinbarung könnte die Erfahrung aus elektronischen Blended-Learning-Plattformen in die CPS-Welt übertragen.

Beim elektronischen Lernen ermöglichen kluge Betriebsvereinbarungen das „Zweischlüsselmodell“: Nur wenn Betriebsrat und Geschäftsleitung gemeinsam der Auffassung sind, eine personenbezogene Datenspur müsse zum Schutz der Firma oder der Belegschaft überprüft werden, können die Daten entanonymisiert werden.

Anlässlich des jüngsten Forums „Gute Arbeit 4.0“ der „Werkstattreihe“ wurde die Geschäftsleitung eines großen württembergischen Werkzeugmaschinenherstellers gefragt, wie sie zur Sammlung personenbezogener Daten durch CPS stehe. Im ZDF-Heute-Journal erklärte das Unternehmen, dass es zur Anonymisierung von CPS bereit sei: „Das kann man alles anonymisieren. Das werden wir auch tun. Es ist niemals Ziel von ,Industrie 4.0‘, mehr Druck auf Mitarbeiter auszuüben.“

Es scheint, als ob ein Gestaltungsdialog greifbare und umsetzbare Fortschritte erbringen kann.

 

Posted in Allgemein | Tagged Anonymisierung Arbeit 4.0 Betriebsvereinbarung CPS Echtzeit Forum Soziale Technikgestaltung Gestaltung indirekte Daten Industrie 4.0 Personalisierung Werkstattreihe Zweischlüsselmodell

NRW: Industrie und Arbeit 4.0 – besser mit gestalten!

Posted on Januar 15, 2016 by Welf Schroeter

Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet fort. Die industrielle Fertigung und Dienstleistung wird neu geordnet, ebenso die globale Wertschöpfung. Das birgt Chancen für Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen und Standortentwicklungen, aber auch Risiken. Der IG Metall in NRW geht es um die jeweils besseren Alternativen der Ausgestaltung von Arbeit, Technik und industrieller Entwicklung:

Werden Arbeitsbelastungen gemindert oder gesteigert? Wird Arbeit geschaffen oder verlagert? Werden Arbeitsplätze auf- oder abgewertet? Welche Qualifizierungsmöglichkeiten gibt es? Welche Beschäftigtengruppen erhalten Zugang zu Qualifizierung? Steuert der Mensch die Technik oder die Technik den Menschen? Die treffenden Antworten sind in jedem Betrieb gesondert zu erarbeiten.

Das neu gestartete Projekt „Arbeit 2020“ bietet Unterstützung durch Einbeziehung erfahrener Beratungseinrichtungen in betrieblichen Gestaltungsprojekten, durch neue Formen der Beteiligung von Beschäftigten, durch den betriebsübergreifenden Erfahrungsaustausch von Betriebsräten sowie durch den Dialog mit wissenschaftlichen Experten. In ausgewählten Betrieben besteht die Möglichkeit, als gesamtes Betriebsratsgremium die Unterstützung von „Arbeit 2020“ für ein betriebliches Projekt zur Gestaltung künftiger Arbeit zu nutzen.

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Posted in Allgemein | Tagged Arbeit 2020 Arbeit 4.0 Beteiligung Betriebsrat Gestaltung IG Metall NRW

„Betriebslandkarte Industrie und Arbeit 4.0“ für Betriebsräte

Posted on Dezember 15, 2015 by Welf Schroeter

Um Herausforderungen und Szenarien zur Gestaltung künftiger Arbeit zu erfassen und anzugehen, haben Kolleginnen und Kollegen in NRW die „Arbeit 2020 – Betriebslandkarte“ entwickelt. Sie unterstützt die Bestandsaufnahme grundlegender Veränderungen im Betrieb. Sie ermöglicht die gezielte Orientierung, wo sich Handlungsbedarf abzeichnet.

Industrie 4.0 steht für eine vernetzte und digitalisierte Produktion: Teile, Maschinen, Beschäftigte und Kunden kommunizieren unablässig miteinander und steuern sich gegenseitig. Wie aber wirken diese Veränderungen auf die Beschäftigten? Welche Gestaltungsoptionen haben sie: für bessere Arbeitsprozesse, Tätigkeitsprofile, Qualifikationsentwicklungen, Belastungsbedingungen? Welche Risiken sind wie zu mindern? Betriebsräte, die ihren Einfluss wahrnehmen wollen, brauchen einen guten Überblick. Hält Industrie 4.0 in ihrem Betrieb Einzug? Wenn ja, wo und in welchem Maße? Mit welchen Auswirkungen auf die Anzahl und Qualität der Arbeitsplätze?

Mit der »Betriebslandkarte Industrie und Arbeit 4.0« steht nun ein bildhaftes Instrument zur Beantwortung der Fragen zur Verfügung. Entwickelt wurde die Karte durch die IG Metall-Bezirksleitung NRW sowie durch die Beratungsfirma Sustain Consult. Eingesetzt wird sie bisher in acht Betrieben, die allesamt dem Spitzencluster »it`s OWL« (Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe) angehören.

Für jeden Funktionsbereich lässt sich über farbliche Abstufungen auf der Karte zeigen, welcher Grad an Vernetzung und Selbststeuerung in den Unternehmensprozessen bereits besteht. Durch Mitwirkung aller Betriebsräte und Vertrauensleute kann ermittelt werden, ob Arbeitsplätze in der jeweiligen Abteilung dabei auf- oder abgebaut werden, ob eine höhere oder geringere Qualifikation erforderlich wird und ob Stress oder aber eine Entlastung zu erwarten sind.

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Posted in Allgemein | Tagged Arbeit 4.0 Belastung Betriebslandkarte Betriebsrat Gestaltung IG Metall NRW Orientierung Qualifikation

Auf dem Weg zur „Ultraeffizienzfabrik“?

Posted on Dezember 9, 2015 by Welf Schroeter

Ein neuer Begriff für ein altes Thema? Ein aktuelles Zauberwort für das langwellige Feld der Nachhaltigkeit? – In der jüngsten Vergangenheit kursierten die Schlagworte „Kreislaufwirtschaft“ und „Cradle-to-Cradle“ („Von der Wiege wieder zur Wiege“). Mit ihnen verband sich das Ziel, schon bei der Planung von Produkten ihre spätere Wiederverarbeitung (Recycling) nach ihrer Nutzungszeit mitzudenken. Optimal erschien es, wenn die Wiederverwertung von Materialien möglichst vollständig gelänge.

Das aktuelle Konzept der „Ultraeffizienzfabrik“ greift die Erbschaft der bisherigen Diskussion über Nachhaltigkeit (Sustainability) auf und verknüpft sie mit den Potenzialen von „Industrie 4.0“. Mit Hilfe der Digitalisierung und Virtualisierung soll die Möglichkeit von Material- und Energieeffizienzen verbessert und die Tür zur deutlichen Verringerung des CO2-Ausstoßes und zur Kostensenkung noch erfolgreicher geöffnet werden. Ziel ist es, dass es keine Produktionsemissionen, keine Produktabfälle und keine Recyclingreste mehr geben solle. So könnte „Industrie 4.0“ mit dem Zwei-Grad-Ziel des globalen Klimaschutzes verbunden werden.

Hierin läge eine Chance für Betriebsräte und Gewerkschaften, den digitalen Wandel der Arbeit mit der Neuschaffung von umweltschonender Beschäftigung sowie zukunftsweisender industrieller Produktion zu kombinieren. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), das die Idee der „Ultraeffizienzfabrik“ maßgeblich verbreitet, sieht darin zudem auch einen Weg zur „mitarbeiterzentrierten Fabrik“.

Mehr als hilfreich wäre dabei allerdings eine Erweiterung der Mitbestimmung im Sinne von „Mitbestimmung 4.0“, damit die erreichten Effizienzrenditen im Betrieb investiert werden und wirklich in neue Arbeitsplätze fließen.

Posted in Allgemein | Tagged Energieeffizienz Fraunhofer Industrie 4.0 Klimaschutz Kreislaufwirtschaft Materialeffizienz Mitbestimmung 4.0 Ultraeffizienzfabrik

Offensive soziale Gestaltung von „Industrie 4.0“

Posted on November 14, 2015 by Welf Schroeter

Für eine offensive soziale Gestaltung von „Industrie 4.0“ sprach sich der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates von Bosch Rexroth, Klaus Friedrich, bei der 7. Engineering- und IT-Tagung der IG Metall „Baustelle Zukunft: Das digitale Unternehmen – wo bleibt der Mensch?“ im Forum  „Ziemlich beste Freunde? – Wie sich das Verhältnis von Mensch – Maschine in Produktion und Dienstleistung entwickeln wird“ aus.

Ein Grafic Monitoring von Christoph J. Kenner (www.animanova.de)
Ein Grafic Monitoring von Christoph J. Kenner (www.animanova.de)

Klaus Friedrich betonte, dass gerade die sich verändernde Mensch-Maschine-Schnittstelle gestaltbar sei. Man müsse stets fragen, wer dabei wen steuere. Zu den neuen Anforderungen zählte er die Notwendigkeit eines besseren Arbeitnehmerdatenschutzes und eines Schutzes der Persönlichkeitsrechte. Es gelte, aktiv bei der Gestaltung von Flexibilität und mobilem Arbeiten einzugreifen. Neben den Fragen der Qualifizierung müsse auf die Gefahren neuer Formen prekärer Beschäftigung hingewiesen werden. Der Wandel der Arbeit verlange ein neues Verhältnis von Beteiligung und Stellvertretung. Das Zusammenwachsen von virtueller und realer Arbeitsumgebung (z.B. bei Augmented Reality) bringe neue Belastungsfaktoren mit sich.

Betriebsräte brächten viel Erfahrung aus den Feldern Arbeitsgestaltung, Entgelt, Arbeitszeit, Arbeitssicherheit, berufliche Erstausbildung, soziale Rahmenbedingungen mit. Diese Erfahrungen müssten offensiv genutzt werden.

Posted in Allgemein | Tagged Arbeitszeit Augmented Reality Betriebsrat Datenschutz Gestaltung Industrie 4.0 Mensch-Maschine-Schnittstelle Virtualität

Wenn Technik dem arbeitenden Menschen vorausdenkt …

Posted on November 10, 2015 by Welf Schroeter

Mit der Entwicklung der CPS-Technik tritt den Betriebsräten, Vertrauensleuten und Gewerkschaften eine richtig dicke Nuss entgegen. Die will erstmal geknackt sein. Doch dies geht nicht allein mit dem traditionellen Denkansatz der räumlichen und zeitlichen Gestaltung des Arbeitsplatzes.

Was heute CPS heisst (Abkürzung für Cyber Physical System) nannte sich vor Jahren schon das Internet der Dinge oder RFID. Unscharf ausgedrückt ist es der Sensor-Chip am Gegenstand. Das neue an CPS ist nicht der Sensor, nicht der Chip und auch nicht seine Zuordnung zum Gegenstand.

Neu ist die Qualität seiner Anbindung an das globale Netz. CPS ist kein statisches Gebilde, was als einmal hergestellt immer so bleibt. Da CPS ständig am Netz immer Daten empfangen und immer Daten senden kann, verfügt es über die Eigenschaft, die Techniker gerne als „Denken“ bezeichnen. CPS sammelt. CPS „denkt“. CPS „lernt“. Herausfordernd wird es, wenn CPS-Einheiten dem arbeitenden Menschen Vorgaben machen, den Takt geben und dem Menschen in den Handlungsschritten voraus sind. Wenn sie durch das ständige Empfangen neuer Daten dem Menschen ständig voraus sind. In Echtzeit. Die IT-Leute sagen: „CPS denkt voraus.“

Das Internet der Dinge ist nicht mehr statisch. Es lernt. Es geht dem Menschen voran. – Was bedeutet dies aber für die Forderung nach Selbstbestimmung in der Arbeit und für die Humanisierung der Arbeit? Momentan sieht es so aus, dass entweder die CPS-Technologie verändert und dem Menschen angepasst werden muss oder aber der arbeitsweltliche Gestaltungs- und Humanisierungsansatz zu greifen hat, bevor das CPS in seine Echtzeit-Welt gestartet wird.

Dann wäre die Gestaltung erforderlich auf der Ebene der Prozessorganisation, der komplexen Prozessorganisation. Nur so ließe sich die Beschleunigungswirkung von Echtzeitanwendungen positiv beeinflussen. So ließe sich nachhaltig vermeiden, dass der arbeitende Mensch nur noch zum taktgebundenen Assistent des CPS verwandelt würde. – Wir müssen neu (nach)denken.

Posted in Allgemein | Tagged CPS Cyber Physical Systems Echtzeit Gestaltung Humanisierung Komplexität Prozess RFID Selbstbestimmung Sensor Takt

Revolution in der Arbeitswelt? – Zum zwanzigsten Geburtstag der Digitalisierung

Posted on November 6, 2015 by Welf Schroeter

Wer heute Betriebsräte aus Industriebetrieben anfragt, wie es ihnen denn in der derzeitigen Revolution der Arbeitswelt durch die scheinbar völlig überraschend hereinbrechende Digitalisierung ergeht, erhält bestenfalls ein erstauntes Lächeln, das dem Kommentar vorausgeht: „Das machen wir doch schon seit vielen Jahren!“

Ja, das ist wohl richtig. Es ist zwanzig Jahre her, dass 1995 der Begriff „Multimedia“ zum Wort des Jahres gekürt und der Beginn des Digitalzeitalters ausgerufen wurde. Seitdem bricht in kurzen Abständen die Digitalisierung stetig neu, umwälzend und unerwartet an. Wie lässt sich nun erklären, dass die Digitalisierung zwar kein alter aber ein mindestens bereits erwachsen gewordener Hut darstellt? Warum wird dieser Veränderungsprozess immer wieder als plötzlich neu ausgerufen?

Eine kleine unscharfe „Faustregel“ kann beim Verständnis helfen (die IT-Teams mögen die folgende didaktisch motivierte Begriffswahl verzeihen): Seit zwanzig Jahren weitet sich der Prozess der Digitalisierung stetig aus und durchdringt Arbeit, Konsum, Freizeit, Behörden und Privatheit. Zugleich haben sich innerhalb dieses Prozesses grob gesagt drei qualitative Abstufungen vollzogen:

In den neunziger Jahren betonte die Digitalisierung den Datenaustausch zwischen Menschen. Das „Internet der Menschen“ war vorherrschend. Zu Beginn des neuen Jahrzehnts nach dem Jahr 2000 setzte sich immer mehr der Datenaustausch zwischen den Dingen durch. Der Datenverkehr zwischen Gegenständen wurde als „Internet der Dinge“ vorherrschend. Zehn Jahre später sollen die Potenziale der Digitalisierung die Vernetzung und Virtualisierung betriebsübergreifender Wertschöpfungsketten ermöglichen. Das „Internet der Prozesse in Echtzeit“ soll vorherrschend werden und ein weiteres Fundament für „Industrie 4.0“ legen.

So besehen ist die derzeitige dritte Stufe neu, obwohl die Digitalisierung selbst schon etwas in die Jahre gekommen ist. Doch alle drei Stufen wirken unentwegt weiter. Happy Birthday zum Zwanzigsten!

 

Posted in Allgemein | Tagged Betriebsräte Digitalisierung Echtzeit Industrie 4.0 Internet der Dinge Internet der Menschen Internet der Prozesse Multimedia Revolution Wertschöpfungskette

Was heißt „menschenähnliche“ Robotik? Bionik?

Posted on Oktober 25, 2015 by Welf Schroeter

Es besteht kein Zweifel in der Erkenntnis, dass die Entwicklung von flexibel einsetzbaren Leichtmetallrobotern mit einem oder zwei Armen zu einem wichtigen Kennzeichen des Wandels hin zur „Arbeit 4.0“ geworden ist. Diese „kleinen“ und kostengünstigen Geräte für einen neuen Typ des Zusammenwirkens von Mensch und Technik verändern unsere Erfahrungswelt. Doch was bedeutet in diesem Kontext die Bezeichnung „menschenähnlich“? Aus Science-Fiction-Filmen oder Horrorstreifen kommen uns riesige gewalttätige Mensch-Maschinen oder Maschinen-Menschen entgegen. Diese „Cyborgs“ prägen unbewusst unsere Erwartung, wenn wir von „menschenähnlichen“ Robotern reden. Sie erscheinen als künstliche Figuren, die Bedrohungen auslösen, weil sie vermeintlich an die Stelle des Menschen treten wollen.

Doch die heutige Fachdiskussion um „humanoide Roboter“ (menschenähnliche Roboter) will gar nicht Maschinen schaffen, die wie Menschen aussehen. Vielmehr geht es um die Entzauberung der Biologie und Neurobiologie. Wie funktionieren Nervenstränge im menschlichen Körper? Wie geht der Körper mit Gewichten und dem Gleichgewicht um? Wie kann das Geheimnis der menschlichen Sinne erkannt und technisch sehr klein nachgebaut werden? Wie können verletzte menschliche Gliedmaße näherungsweise ersetzt werden? Wie kann Bewegung und Wahrnehmung simulierbar gemacht werden? Dazu sollen Kenntnisse aus der Biologie und Kenntnisse aus der Technik zu einer neuen Anwendung verknüpft werden, zur Bionik. – Hier liegen Chancen für neuartige „intelligente“ Materialteile „mit Gedächtnis“ als Basis für neue Produkte und Dienstleistungen als Assistenzsysteme zur Entlastung des Menschen. Der Laie sieht der Bionik das Humanoide gar nicht mehr an. 

Posted in Allgemein | Tagged Arbeit 4.0 Assistenz Biologie Bionik Cyborg Humanoide Robotik Neurobiologie

Vertrauensleute wollen die Arbeit der Zukunft mitgestalten

Posted on Oktober 12, 2015 by Welf Schroeter

Unter dem Motto „So wollen wir arbeiten“ diskutierte die Versammlung der Vertrauensleute im Produktionsstandort VW Nutzfahrzeuge Hannover die Zukunft der Arbeit. Vom „Büro der Zukunft“ über Herausforderungen für Tarifverträge durch „Arbeit 4.0“, von den modernen Logistikkonzepten und dem 3-D-Druck bis hin zur neuen Menschen-Roboter-Zusammenarbeit (Mensch-Roboter-Interaktion MRI) reichten die Fragestellungen. Welf Schröter, Moderator des Blogs Zukunft der Arbeit und Leiter des Forums Soziale Technikgestaltung hob die Chancen und Potenziale von „Industrie 4.0“ für die Humanisierung der Arbeitswelten hervor.

Grafic Monitoring von Anja Weiss (www.anja-weiss.com)

Grafic Monitoring von Anja Weiss (www.anja-weiss.com)

Der Referent betonte unter anderem, dass gerade die weitreichende Verknüpfung von materieller und nicht-materieller Arbeit, von Gegenständen und dem „Internet der Dinge“, vom Sensor-Chip am Gegenstand (CPS) und der virtuellen Weiterverarbeitung von dessen Daten eine große Herausforderung für die Würde der Arbeit darstelle.

Es gelte, die Selbstbestimmung des Menschen gegen die einseitige Taktgeberschaft „intelligenter“ Technik zu wahren. Die IT-Technik sei eine offene Technologie und grundsätzlich gestaltbar. Entscheidend sei, die Interessen hinter der Technik zu erkennen. Deshalb sei es wichtig, dass Betriebsräte wieder vermehrt soziale Technikgestaltung als Ort der Interessensdurchsetzung nutzen.

Posted in Allgemein | Tagged CPS Gestaltung Industrie 4.0 Internet der Dinge Mensch-Roboter-Interaktion Selbstbestimmung

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