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Ein kleines Märchen für „KI“-Begeisterte  

Posted on März 8 by Welf Schroeter

Ein kleines Märchen für „KI“-BegeistertEs war einmal … So oder so ähnlich beginnen manche Märchen, die wir aus der Zeit unserer Kindheit kennen. Nehmen wir uns die Erzählweise eines Märchens vor, um unseren Kolleginnen und Kollegen in der Arbeitswelt nahezubringen, welche Fragen wir uns bei der Annäherung an den Begriff der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“ stellen sollten. Setzen wir uns hin und wenden wir uns einer Märchenerzählung zu:

Es war einmal vor vielen Jahren. Es ist ein sonniger Morgen. Zwei Geschwister – ein Mädchen und ein Junge – sind gerade aufgewacht. Die Eltern gratulieren dem Mädchen zu ihrem sechsten Geburtstag und dem Jungen zu seinem gleichzeitigen fünften Geburtstag. Die Überraschung ist groß, als beide hören, dass sie heute mit den Eltern einen Ausflug in ein riesengroßes Kaufhaus machen. Es ist das Kaufhaus der Phantasie. Die Eltern erklären ihren Kindern auf dem Weg dorthin, dass es sich um ein Geschäft handelt, in dem Menschen ein Fortbewegungsmittel ausleihen oder kaufen können. Das Wort „Fortbewegungsmittel“ ist neu für die Kinder. Die Eltern finden leider nicht die richtigen Sätze, um dieses Wort zu erklären. „Ihr werdet schon sehen“, lautet die knappe elterliche Parole. Vor dem Gebäude angekommen schauen das Mädchen und der Junge die Fassade des Hauses hinauf und fühlen sich ganz klein. „So ein hohes Gebäude“, denken sich beide. Neugierig gehen sie durch die sich öffnende Tür und staunen. So viele Dinge und so viele unterschiedliche Verpackungen sind da zu sehen. Die Eltern stehen etwas zögerlich hinter ihren Kindern.

Da kommt eine Verkäuferin auf die Kinder zu und fragt, was sie im Hause denn finden möchten. Das Mädchen und der Junge blicken die Verkäuferin stumm an. Nach einigen Momenten sagt das Mädchen mutig: „Wir möchten ein Fortbewegungsmittel“. Laut erklingt es aus ihrer Kehle. „Ja, ein Fortbewegungsmittel“ ruft der Junge hinterher. Die Verkäuferin stellt sich der Neugier und fragt zurück: „Ja, was für ein Fortbewegungsmittel wünscht Ihr Euch denn? Einen Roller oder ein Fahrrad, ein Auto oder ein Luftschiff, ein Flugzeug oder ein E-Bike, einen Tieflader oder einen Omnibus, einen LKW oder ein Boot, einen Hubschrauber oder einen Kinderwagen? Dies und vieles mehr sind unsere Fortbewegungsmittel. Habt Ihr schon überlegt, wofür Ihr ein Fortbewegungsmittel braucht? Zum Spielen in der Wohnung oder auf dem Spielplatz, für den Weg zum Kindergarten oder zum Einkaufen beim Bäcker? Habt Ihr Euch schon entschieden?“ – Es ist viel, was die Kinder sehen. Sie würden am liebsten alles mitnehmen. Doch nach Momenten des Nachdenkens und Wartens lächelt die Schwester ihren Bruder an und sagt entschlossen: „Lass uns heimgehen um herauszufinden, was wir wollen.“ Gesagt, getan. Beide kehren zurück nach Hause, voller Eindrücke und voller Fragen. – Hier endet das kurze Märchen.

Warum ist diese Erzählung von Bedeutung? Ersetzen wir in dem Märchen das Wort „Fortbewegungsmittel“ durch den Begriff der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“. Dabei wird deutlich, worum es geht. Es gibt nicht „das“ Fortbewegungsmittel sondern viele. Es gibt nicht „die“ „Künstliche Intelligenz“ sondern viele. Wer sich ein Fortbewegungsmittel kauft, ohne sich vorher zu überlegen, wozu es dienlich sein soll, begeht einen Fehlkauf. Wer sich „Künstliche Intelligenz“ beschafft, ohne vorher zu überlegen, wofür sie von Nutzen sein könnte, startet eine Fehlinvestition. Wer wie ein Fernseh-Showmaster über den Bildschirm huscht und etwas von „der“ „KI“ redet, hat nicht begriffen, worin die Herausforderungen bestehen. Die entscheidende Frage heißt nicht, ob man sich die sogenannte „KI“ besorgt. Die Schlüsselfragen für das Nachdenken lauten: Wofür? Und welche?

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Posted in Allgemein | Tagged Künstliche Intelligenz Märchen
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